Region des Lernens

Berufsausbildung in Deutschland

Sprint Dual als Nachfolgeprojekt

Seit dem 01.12.2015 beteiligt sich die BBS Peine an dem Modellprojekt Sprint (Sprache und Integration).
Mit 17 Flüchtlingen wurde zum 01.12. die Klasse Sprint 15 eingeführt, eine weitere Klasse Sprint 161
folgte zum 01.02.2016 mit weiteren 17 Flüchtlingen. Am 01.08.2016 wurde dann die dritte Klasse
Sprint 162 eingerichtet. Das Sprintprojekt ist auf ein Jahr begrenzt, sodass die Klasse Sprint 15 zum
30. November 2016 und die Klasse Sprint 161 zum 31.01.2017 mitten im Schuljahr 2016/17 enden.

Die Sprintschüler erhalten abschließend eine Bescheinigung über die Teilnahme am Sprintprojekt.
Mit dem Abschluss haben die Teilnehmer ihre Schulpflicht erfüllt.
 

Eine Übernahme der Absolventen in bestehende BEK- oder BFS-Klassen zum Schulhalbjahr gestaltet
sich als sehr schwierig, da das nötige Fachwissen fehlt und aufgrund von bestehenden Sprachdefiziten
dieses nicht innerhalb eines halben Schuljahres nachgeholt werden kann.

Zur weiteren Förderung der Teilnehmer schließt an das Modellprojekt Sprint die Maßnahme Sprint Dual
an, die sich in erster Linie mit der praktischen Ausbildung in einem Betrieb befasst.

Damit die Teilnehmer ihren Fähigkeiten entsprechend in die einzelnen Berufe vermittelt werden können,
findet zuvor eine Kompetenzfeststellung nach Kompass3 statt.

Zu diesem Zweck werden vier Kollegen unserer Schule mit weiteren Kollegen aus anderen Berufsschulen
am 19. und 20. November 2016 in das Kompetenzfeststellungsverfahren Kompass3 eingeführt.
Die Fortbildung findet in den Räumen der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine statt.

Nach dieser Fortbildung sollen die geschulten Kolleginnen und Kollegen die Kompetenzfeststellung mit
den Absolventen der Sprint-Klassen durchführen. Ein Durchgang mit 12 Sprintschülern soll drei Tage
inklusive Auswertung dauern. In Kooperation mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und dem
Willkommenslotsen Herrn Gawron werden dann geeignete Betriebe für das Praktikum gesucht.


Sprint Dual basiert auf das schon bekannte Angebot EQ (Betriebliche Einstiegsqualifizierung) der
Agentur für Arbeit. Die Maßnahme kann zwischen 6 und 12 Monaten dauern und reicht aus, um die Zeit
zwischen dem Ende des Sprintprojektes und dem Anfang des Schuljahres 2017/18 zu überbrücken.

Während dieser Zeit besuchen die Teilnehmer im Mittel an 1,5 Tagen die Berufsschule und sind an
3,5 Tagen im Betrieb (praktische Umsetzung: in der ersten Hälfte der Zeit zwei Tage Berufsschule
und drei Tage Betrieb und in der zweiten Hälfte ein Tag Berufsschule und vier Tage im Betrieb).

Am Berufsschultag steht weiterhin die Sprachförderung im Vordergrund. Mit den EQ-Teilnehmenden
wird ein EQVertrag mit Vergütungspflicht nach §26 BBiG abgeschlossen. Die Agentur für Arbeit oder
das jeweilige Jobcenter erstattet den Arbeitgebern auf Antrag einen Zuschuss zur EQ-Vergütung bis
zur Höhe von 231 Euro monatlich (Stand 08/2016). Ferner erhalten die Arbeitgeber einen Zuschuss zum Sozialversicherungsbeitrag.

Die Maßnahme Sprint Dual soll zum Ende hin in einer Ausbildung münden, sodass die Absolventen
zum Schuljahr 2017/18 in die entsprechenden Fachklassen aufgenommen werden können.

 

 

 

 

SPRINT – Ein Schulversuch zur Verbesserung der Integration von
jugendlichen Migranten

SPRINT steht für Sprach- und Integrationsprojekt und richtet sich an jugendliche Migranten, die durch den
Zustrom von Flüchtlingen auch bei uns in Peine ankommen.

Der Schulversuch gliedert sich in drei Module.

Modul I:   Spracherwerb
Modul II:  Einführung in die regionale Kultur- und Lebenswelt
Modul III: Einführung in das Berufs- und Arbeitsleben

Der Schulversuch läuft insgesamt zunächst bis 2018, für jede Lerngruppe ist ein Zeitraum von einem
Jahr geplant. Begonnen werden kann jederzeit, wir sind also nicht an Schuljahre gebunden. Zur Integration
dieser Jugendlichen ist der Spracherwerb Grundvoraussetzung.
Hier werden wir von Lehramtsstudentinnen im Masterstudiengang unterstützt, die z. T. Deutsch als Fremdsprache (DAF) als Schwerpunkt ihres Lehramtsstudiums gewählt haben. Ferner haben sich auch einige Lehrkräfte unserer Schule zu Fortbildungen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) angemeldet, die auch zur Beschulung im SPRINT-Projekt einsetzt werden möchten.
Für die Betreuung der Jugendlichen haben wir die Zusage der Unterstützung vom Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes in Peine und vom Pro-Aktiv-Center in Peine.
Kaum eine Institution ist besser geeignet als die Berufsbildenden Schulen, um die Jugendlichen an die Berufs- und Arbeitswelt heranzuführen. In unseren Werkstätten können die Fertigkeiten der Jugendlichen ermittelt werden,
die Jugendlichen können sich ausprobieren, um dann zu einem späteren Zeitpunkt die Arbeitswelt in den Betrieben zu erkunden. Hierbei helfen uns die guten Kontakte zu unseren dualen Partnern.

Wir haben auch schon seit Anfang Dezember mit einer Lerngruppe von 17 Jugendlichen erfolgreich begonnen. Die Motivation der Lernenden ist laut Aussage der Lehrkräfte durchgehend hoch und erste Erfolge zeichnen sich ab. Aufgrund des hohen Bedarfs planen wir eine zweite Lerngruppe und werden diese noch vor Weihnachten beantragen. 

 

 

 

 

tl_files/BBS-Peine/TUeF-Parcours151.jpg

 

TÜF-Parcours an den BBS Peine

„Testen, Üben, Fördern“ – das verbirgt sich hinter der Abkürzung TÜF. In diesem Schuljahr nahmen 220 Schüler der in Vöhrum ansässigen BBS Peine und IGS Peine am sogenannten TÜF-Parcours teil.
Der TÜF-Parcours ist ein Angebot des Pro Aktiv Centers der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (BBg) des Landkreises Peine. Aufgabe ist es, die allgemeinbildenden Schulen im sogenannten „Übergangsmanagement“ an der Schwelle zwischen Schule und Beruf zu unterstützen. Beeindruckend: Seit Ende 2012 den praktischen Berufeparcours bereits fast 2000 Schüler absolviert. Der TÜF-Parcours gibt Schülern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten anhand von praktischen, berufsbezogenen Aufgaben an mehreren Stationen zu erproben. Dadurch werden die Jugendlichen in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt und die Chancen für eine Ausbildung erhöht.
Diesmal waren die Klassen der Berufseinstiegsschule der BBS und die achten Jahrgänge der IGS beteiligt.rd

19.03.2015 / PAZ Seite 22 Ressort: PEINE



 

Leitstelle Region des Lernens

 


Seit dem 1. Februar 2008 sind die BBS-Peine tl_files/BBS-Peine/Biz15.jpgLeitstelle
der Region des Lernens für den Landkreis Peine. Mit diesem von der niedersächsischen Landesregierung ins Leben gerufene Projekt soll eine nachhaltige schulische Qualitätsentwicklung mit allen schulischen und außerschulischen Kooperationspartnern der Region angestrebt werden, die den Prozess des Lernens fördern können und zur Verbesserung der Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Schülerinnen und Schüler beitragen.
Die Leitstelle hat insbesondere die Aufgabe, diese verschiedenen Aktivitäten und beteiligten Institutionen (siehe Netzwerk), die an der Weiterentwicklung der Ausbildungsfähigkeit besonders der lernschwächeren Schülerinnen und Schüler mitwirken, zu koordinieren, geeignete Angebote zu entwickeln, initiieren und zu evaluieren.

 

Zu diesem Zweck werden vorrangig folgende Ziele angestrebt:

Die Kooperation von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen wird intensiviert.

Die vorhandenen regionalen Ressourcen werden gebündelt und zu einem Qualitäts- und Informationsnetzwerk ausgebaut.

Förder- und Kooperationskonzepte werden entwickelt und durchgeführt.

Die Lernkompetenz und die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler soll verbessert werden.

Schülerinnen und Schüler soll der Übergang von der Schule ins Berufsleben erleichtert werden (Übergangsmanagement)
und sie sollen in den Stand versetzt werden, erfolgreich eine Berufsausbildung abzuschließen.

 

Interview mit Erhard Schnieder, Verantwortlicher für die Leitstelle „Region des Lernens“(kurz RdL).

 

Wer vertritt die Region des Lernens?

Studiendirektor Erhard Schnieder

Koordinator der Abteilung D

RdL-Funktion: Leiter der Leitstelle Peine und Koordinierung der Praktika im Bereich Technik, Wirtschaft- und
Verwaltung, Gesundheit, Hauswirtschaft, Körperpflege, Pflege und Altenpflege.