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16.05.2012 15:06 von Siegmund Küster
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Welche Ziele hat das Berufliche Gymnasium?
Das Berufliche Gymnasium ist ein dreijähriger vollzeitschulischer Bildungsgang, der - unabhängig von der besuchten Fachrichtung - zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt. Das Berufliche Gymnasium bereitet berufsorientiert Schülerinnen und Schüler auf ein Studium an einer Hochschule vor.
Das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife ist
bundesweit anerkannt und berechtigt zum Studium jeder Fachrichtung an jeder Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland. Das Berufliche Gymnasium wird an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine in den folgenden beiden Fachrichtungen geführt:
| Wirtschaftsgymnasium Technikgymnasium |
|
| Dauer und Gliederung des Bildungsgangs | Das Berufliche Gymnasium (Technik- und Wirtschaftsgymnasium) gliedert sich in die Einführungsphase (11. Schuljahrgang) und in die Qualifikationsphase I und II (12. und 13. Schuljahrgang). In der Einführungsphase wird der Unterricht im Klassenverband erteilt. Durch die Versetzung in die Klasse 12 erfolgt der Eintritt in die zweijährige Qualifikationsphase. In der Qualifikationsphase wird der Unterricht in Profilfächern, Kernfächern und Ergänzungsfächern erteilt. Wer die Einführungsphase nicht wiederholt hat, kann nach dem ersten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase in das zweite Halbjahr der Einführungsphase zurücktreten. Die Verweildauer im Beruflichen Gymnasium beträgt in der Regel drei höchstens jedoch vier Jahre. Die Einführungsphase oder ein Jahr der Qualifikationsphase können einmal wiederholt werden. Während der Qualifikationsphase I führen die Schülerinnen und Schüler ein - an die beruflichen Kernfächer (entweder Technik oder Wirtschaft) gekoppeltes - Projekt durch. |
| Ziel des Bildungsgangs | Ziel des Beruflichen Gymnasiums ist der Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) bei gleichzeitiger berufsbezogener Schwerpunktbildung zur Hinführung auf einen Beruf. Die Allgemeine Hochschulreife wird durch den Nachweis bestimmter Leistungen im Unterricht des 12. und 13. Schuljahrgangs und in der Abiturprüfung erworben und berechtigt zum Studium jeder Fachrichtung in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland. |
| Prüfungsfächer | Jede Schülerin und jeder Schüler muss für die Abiturprüfung fünf Prüfungsfächer absolvieren. Im ersten bis dritten Prüfungsfach wird der Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau, im vierten und fünften Prüfungsfach auf grundlegendem Anforderungsniveau erteilt. Das erste Prüfungsfach ist immer das profilgebende Fach. Für das Wirtschaftsgymnasium ist dies Betriebswirtschft mit Rechnungswesen/Controlling und für das Technikgymnasium das Fach Elektrotechnik. Im fünften Prüfungsfach (P5) muss eine mündliche Prüfung abgelegt werden. |
| Aufnahmevoraussetzungen | In das Berufliche Gymnasium können Schülerinnen und Schüler mit dem ERWEITERTEN SEKUNDARABSCHLUSS I (EI) aufgenommen werden. Ein Wechsel von einem 8-jährigen, allgemeinbildenden Gymnasium (G8) ist auch nach der Klasse 9 mit der Versetzung in die Einführungsphase (Klasse 10) möglich. Schülerinnen und Schüler eines allgemein bildenden Gymnasiums, die die Einführungsphase an einem allg. bildenden Gymnasium wiederholt haben, können in die Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums aufgenommen werden. |
| Praxisbezug & Berufsorientierung | In den beruflichen Kernfächern Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling, Informationsverarbeitung und Volkswirtschaft (beim Schwerpunkt Wirtschaft) bzw. Technik, Informationsverarbeitung und Betriebs- und Volkswirtschaftslehre (Schwerpunkt Technik) werden grundlegende ökonomische und soziale Eigenschaften sowie Zusammenhänge in einer Unternehmung aufgezeigt. Hierbei werden betriebliche bzw. technische Kernprozesse vermittelt. Zum besseren Verständnis dieser Inhalte erfolgt das Lernen u. a. durch Simulationen betrieblicher Abläufe oder durch Kooperation mit unseren dualen Partnern, z. B. in Form von Betriebserkundungen oder Expertengesprächen, Planspielen oder der Teilnahme an Wettbewerben. Weiterhin werden aktuelle Entwicklungen der Informationsgesellschaft thematisiert wie beispielsweise E-Commerce. Wenn Schülerinnen und Schüler nach Abschluss des Bildungsganges kein Hochschulstudium aufnehmen wollen, ermöglicht ihnen die beruflich orientierte Ausrichtung des Beruflichen Gymnasiums einen erfolgreichen Eintritt in einen Ausbildungsberuf, vor allem des Berufsfeldes Wirtschaft/Verwaltung bzw. Technik. In der Regel kann dabei der Abschluss zur Verkürzung der Ausbildungszeit bis zu einem Jahr führen. |
| Bewerbung und Anmeldung | Im Februar kann sich persönlich bei den BBS Peine angemeldet werden (mit Kopie des letzten Zeugnisses + Lebenslauf). Schuladresse Berufsbildende Schulen des Landkreises Peine Pelikanstraße 12 31228 Peine Tel. (0 51 71) 9 40 - 4 Die Anmeldung ist vormittags Montags bis Freitags von 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr möglich oder nachmittags Montag, Dienstag, Donnerstag 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr. |